Ich weiß, ein klein Bisschen zu spät, aber das letzte Jahr hat es verdient, doch noch einmal kurz zurückzublicken. Also was hat uns im vergangenen Jahr beschäftigt? Ich habe mir die drei unbestreitbar größten Themen nochmal angesehen.
Black Lives Matter
Die Black Lives Matter Bewegung hat uns letztes Jahr viel beschäftigt. Ausgelöst durch den gewaltsamen Tot von George Floyd, ging eine gewaltige Protestwelle durch die ganze Welt. Menschen gingen gemeinsam auf die Straße, um wieder einmal gegen Polizeigewalt, zu demonstrieren. Mit dem Schlachtruf „I can´t breathe!“, den letzten Worten von George Floyd, forderten die Menschen einmal mehr, ein Ende von Gewalt und Rassismus. Besonders in Erinnerung blieb der Schriftzug „Black Lives Matter“, in den Straßen von Washington DC, der sogar aus dem All zu erkennen war. Eine schockierende Wende, bekamen die Proteste in den USA, durch die gewaltsame Zerschlagung dieser, verursacht durch den amtierenden Präsidenten.
Donald Trump
Donald Trump hatte bereits bei seiner Wahlkampagne 2016 klargemacht, wie menschenverachtend und rassistisch er ist. Die Proteste und Ausschreitungen, nachdem noch ein schwarzer Amerikaner getötet wurde, bezeichnete er als inländischen Terrorismus. Teils friedliche Demostrationen wurden auf seinen Befehl hin, mit Militärgewalt zerschlagen. Im November kam dann der Tag, auf den viele Menschen auf der ganzen Welt gewartet haben. Die Präsidentschaftwahlen. Donald Trump, sowie sein Herausforderer, der Demokrat Joe Biden, gaben sich siegessicher. Nach Tagen des Wartens, war jedoch klar. Joe Bieden machte das Rennen und wird der 46 Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Doch dies will Donald Trump nicht akzeptieren. Noch bevor der Sieg Joe Bidens bekannt gegeben wurde, rief er den Wahlsieg für sich aus. Doch spätestens seit dem 08.12.2020 ist klar, dass Joe Biden der nächste Präsident wird, da an diesem Tag die Wahlmänner seinen Sieg bestätigten. Am 20. Januar wird er offiziell vereidigt und eine Ära von Lügen, Hass und Rassismus wird hoffentlich enden.
Corona
Seit beinahe einem Jahr hält das Virus SARS-CoV-2 die Welt im Würgegriff. Täglich infizieren sich tausende Menschen, allein in Deutschland mit dieser schrecklichen Krankheit. Und beinahe genauso viele sterben weltweit. Besonders hart hat es die USA getroffen. Aufgrund der Ignoranz des dortigen Präsidenten, sind bereits über 300 000 Menschen dem Virus erlegen. Diese Ignoranz gibt es aber leider auch hierzulande. Viele Menschen demonstrieren gegen die Auflagen der Regierung oder leugnen Corona sogar ganz. Doch mit diesem Verhalten gefährden sie nicht nur sich, sondern auch alle anderen. Für die Hinterbliebenen der Verstorbenen und diejenigen, die an forderster Front um das Leben der infizierten kämpfen, ist dieses Verhalten ein Schlag ins Gesicht. Denn die Kräfte der Helfer sind beinahe am Ende. Auch der Rest der Bevölkerung der Welt, kämpft mit den Auswirkungen dieser weltweiten Pandemie. Allein die vor einer Woche begonnenen Impfungen gaben den Menschen Hoffunung, dass wir bald wieder in unser normales Leben zurückkehren können.
Fazit: Trotz all des Schreckens, haben wir auch sehr viel gelernt letztes Jahr. Wenn man bedenkt, zu welcher Zeit die Pandemie kam, hatten wir doch eigentlich Glück. Im Zeitalter diverser Messenger, hatten wir die Möglichkeit, trotz Lockdowns und Kontaktbeschränkungen, Kontakt zu unseren Liebsten zu halten. Noch nie wurden so viele Videogespräche geführt, wie im letzten Jahr. Auch wenn es schwer fällt, ist es möglich und auch wichtig, die positiven Dinge an Corona und all den Dingen, die 2020 passiert sind, zu sehen. Während all der Krisen, sind die meisten Menschen zusammengerückt. Viele helfen ehrenamtlich, um Menschen in Quarantäne mit Lebensmitteln zu versorgen, oder hängen Tüten mit Lebensmitteln, an die sogenannten Gabenbrücken. Auch sonst standen die Menschen füreinander ein. Tausende demonstrierten (ja im Falle Corona sehr bedenklich) gegen Polizeigewalt gegen Schwarze. Das vergangene Jahr zeigte, dass es sich lohnt, Hoffnung in die Menschheit zu setzen.
Dieses Jahr zeigte uns, was wirklich wichtig ist. Trotz der Abstände und Beschränkungen, waren wir uns nie näher. Nie haben wir uns auch mal auf das besonnen, was wir wirklich brauchen und was uns wichtig ist. Das waren nicht irgendwelche materialistischen Dinge, sondern unser Zusammenhalt, Güte und Nächstenliebe. Und mal ganz ehrlich, nie ging es unserer Erde besser. Luft und Gewässer sind klar, Delfine und Wale kehren in die Buchten der Welt zurück. Im Grunde konnte uns doch nichts besseres geschehen.
Vergessen wir aber nicht die jenigen, die der Pandemie erlegen sind. Auf den Intensivstationen wird meist ein aussichtsloser Kampf geführt. Also denken wir an die jenigen, die die Verlierer dieser Pandemie sind. Sie dürfen nicht vergessen werden. Ihnen gedenken wir. So wie diesem verrückten, erschreckenden und auch lehrreichen Jahr.
In diesem Sinne, passt auf Euch auf und bleibt gesund.
Eure Stine Meiers